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4 Hindernisse, denen Medienhäuser heute gegenüber stehen

Geschrieben von Ninna Lauridsen am 29.07.15 15:24

Ninna Lauridsen
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Erkenntnisse vom Visiolink Insights Day 2015.

Beim „Visiolink Insights Day 2015“ legte Dr. Mario Garcia, ein anerkannter Medienguru, der im Jahr an mehr als 700 Medienprojekten arbeitet, seinen Ausblick auf die Zukunft der digitalen Publikation dar.

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Unter anderem thematisierte er die Entwicklung, die die Verlagsbranche in den Jahren durchlaufen hat, in denen er selbst im Bereich Print und Digital aktiv ist.

Im Anschluss an Dr. Garcias Vortrag konnten es die Teilnehmer beim  Visiolink Insights Day kaum erwarten, Fragen an ihn zu richten. Sie diskutierten vor allem über vier Hindernisse, denen viele Medienhäuser heute gegenüber stehen: 

  1. Wie lange wird auf verschiedenen Geräten gelesen?
  2. Wie gehen Medienhäuser mit Vorschriften für digitale Zeitungen um?
  3. Wie kann mit dem E-Paper Umsatz generiert werden?
  4. Wie können Medienhäuser mit kostenfreien Nachrichten konkurrieren?

Wie lange wird auf verschiedenen Geräten gelesen?

„Früher, d. h. im Jahr 1987, lag der durchschnittliche Zeitraum, den der Leser mit einer gedruckten Zeitung mit vier Teilen verbrachte, bei ungefähr 23 Minuten“, erläuterte Garcia. Neuere Studien zeigen, dass die durchschnittliche Zeit, die der Leser mit einer gedruckten Zeitung verbringt, 17 Minuten beträgt. In Kombination mit der Zeitspanne die für das E-Paper aufgebracht wird, beträgt die durchschnittliche Zeitspanne pro Tag 37 Minuten. „Allgemein hat sich die Zeit, die man mit seiner Marke verbringt, vervielfacht“, schlussfolgerte Dr. Garcia.

Wie gehen Medienhäuser mit Vorschriften für digitale Zeitungen um?

Bei den meisten Medienhäusern steigt die digitale Verbreitung heute an, während die gedruckte Verbreitung sinkt. In diesem Zusammenhang haben viele Medienhäuser laut Garcia erkannt, dass, auch wenn es sich um ein großartiges Produkt handelt, die  1:1-Replica-Version der gedruckten Publikation nur ein Element des richtigen Medienmix ist und nicht für sich allein stehen kann.

Wie kann mit dem E-Paper Umsatz generiert werden?

Beim Visiolink Insights Day äußerten die Vertreter der europäischen Zeitungsbranche allgemein die Sorge, dass Leser nicht bereit seien, für digitale Zeitungen zu bezahlen, da heute viel kostenloser Inhalt verfügbar sei. Auf dieses Anliegen antwortete Garcia: „Ich denke, dass es in Zukunft durchaus Einnahmen und Monetarisierungsmöglichkeiten geben wird. Das Erlebnis muss bedeutend verbessert werden, dann sind die Nutzer auch bereit dafür zu bezahlen. Insbesondere, wenn es die gedruckte Ausgabe nicht mehr so geben wird, wie wir sie kennen.“ 

Wie können Medienhäuser mit kostenfreien Nachrichten konkurrieren?

Eine weitere Herausforderung vieler europäischer Zeitungsherausgeber besteht darin, mit all den verfügbaren kostenlosen Nachrichten umzugehen, während sie selbst versuchen neue Abonnementen für die eigene kostenpflichtige Ausgabe zu gewinnen. Hier ist Dr. Garcias Haltung deutlich: “Nutzen Sie digitale Werbemöglichkeiten.” 

Wenn Sie mehr über das Leserverhalten wissen möchten, laden Sie unseren GRATIS „2015 User Survey Benchmark Report“ herunter.

 

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